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Title: Geschlecht als performanz? : eine analyse von Thomas Manns Der Tod in Venedig (1912) mit den theorien Judith Butlers
Authors: Camilleri, Tyler-Luke (2025)
Keywords: Gender identity -- Germany
Mann, Thomas, 1746 or 1747-1822
Butler, Judith, 1956-
Short stories -- Germany
Issue Date: 2025
Citation: Camilleri, T.-L. (2025). Geschlecht als performanz?: eine analyse von Thomas Manns Der Tod in Venedig (1912) mit den theorien Judith Butlers (Bachelor's dissertation).
Abstract: Dieser Gedanke bildet einen theoretischen Ausgangspunkt für die vorliegende Untersuchung. Gegenstand dieser Bachelorarbeit ist die Analyse von Thomas Manns Novelle Der Tod in Venedig (1912) im Licht der Theorien Judith Butlers. In dieser Arbeit wird untersucht, wie die Novelle die Konstruktion von Geschlecht und die Verschiebung sexueller Identität thematisiert. Die Frage, inwiefern Geschlecht als performative Handlung verstanden werden kann und wie die heterosexuelle Matrix im Werk infrage gestellt wird, bildet den Kern der Analyse. Der Tod in Venedig stellt auf eine subtile Weise das traditionelle Verständnis von Männlichkeit und Sexualität in Frage und bietet einen tiefen Einblick in die Dekonstruktion von Aschenbachs Identität im Angesicht seiner Anziehung zu Tadzio. Durch die Betrachtung mit Hilfe von Judith Butlers Theorien, insbesondere der Performanztheorie und der heterosexuellen Matrix, wird die Novelle nicht nur als eine Erzählung von Leidenschaft und Verlangen gelesen, sondern auch als ein Werk, das das Geschlecht als soziale und performative Konstruktion darstellt. Es kann gezeigt werden, dass Manns Novelle traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit dekonstruiert und eine komplexe Auseinandersetzung mit Identität und Sexualität anregt, die auf Grundlage von Butlers Theorien verständlich gemacht werden kann. Das Ziel dieser Arbeit ist es also, die Bedeutung von Geschlecht in Der Tod in Venedig mit Hilfe der Theorien Judith Butlers zu entschlüsseln. Die Arbeitsmethode wird dabei auf eine interdisziplinäre Analyse zurückgreifen, die Sekundärliteratur und Gender-Theorie zusammenbringt, um die performativen Elemente und die Dekonstruktion der heterosexuellen Matrix in Manns Werk zu untersuchen. Zu Beginn wird ein theoretischer Rahmen entwickelt, der das Konzept der heterosexuellen Matrix (Kapitel 2.1) und Butlers Performanztheorie (Kapitel 2.2) als Grundlagen der Analyse der Novelle in den Mittelpunkt stellt. Anschließend folgt der Hauptteil der Arbeit, der sich der Analyse von Der Tod in Venedig (1912) in Hinblick auf die Darstellung von Geschlecht widmet. Zunächst wird die Novelle historisch und entstehungsgeschichtlich eingeordnet (Kapitel 3.1) und die Bedeutung der Erzählperspektive für die Inszenierung von Geschlecht untersucht (Kapitel 3.2). Im Zentrum steht anschließend eine detaillierte Analyse der Geschlechterkonstruktionen unter Rückgriff auf Judith Butlers Theorie der Performativität (Kapitel 3.3). Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Figur Gustav von Aschenbach, dessen Inszenierung von Männlichkeit in mehreren Phasen betrachtet wird. Zudem werden weitere Figuren, die in Hinblick auf die Dekonstruktion traditioneller Geschlechtervorstellungen besonders bedeutsam sind, analysiert: die androgyne Darstellung Tadzios sowie einige der Todesboten – der Fremde, der Geck und der Gondoliere. Das Fazit kommt zusammenfassend auf die zentrale Fragestellung der Arbeit, inwiefern sich Thomas Manns Der Tod in Venedig mit den Theorien Judith Butlers lesen lässt, zurück.
Description: B.A. (Hons)(Melit.)
URI: https://www.um.edu.mt/library/oar/handle/123456789/140620
Appears in Collections:Dissertations - FacArt - 2025
Dissertations - FacArtGer - 2025

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