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https://www.um.edu.mt/library/oar/handle/123456789/130125| Title: | Einleitung |
| Other Titles: | Literarische Debüts revisited. Ästhetiken - Konstellationen - Diskurse |
| Authors: | Dautel, Katrin |
| Keywords: | Discourse analysis, Literary -- Germany Literature -- Aesthetics German literature -- 20th century -- History and criticism German literature -- 21st century -- History and criticism Goetz, Rainald -- Criticism and interpretation |
| Issue Date: | 2025 |
| Publisher: | Peter Lang |
| Citation: | Dautel, K. (2025) Einleitung. In K. Dautel, C. Hilmes & P.C. Pohl (Eds.): Literarische Debüts revisited. Ästhetiken - Konstellationen - Diskurse(pp. 319-324). Lausanne: Peter Lang. |
| Abstract: | Im dritten Teil des vorliegenden Sammelbandes vereinen sich Untersuchungen literarischer Debüts ab den 1980er Jahren bis in die Gegenwart, die in der Debüt-Ästhetik einen Wendepunkt hin zu einer Verschränkung von Text, Autor:in, Inszenierung und medialer Öffentlichkeit markieren. Einen prägnanten Auftakt für die Untersuchung dieser Entwicklung bildet LENA HINTZES Beitrag zu Rainald Goetz’ Aufritt bei der Lesung seines Textes Subito im Kontext des Wettlesens für den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt im Jahr 1983. Die mediale Inszenierung des Wettbewerbs im medial sehr gut ausgestatteten ORF-Theater samt anschließender Ausstrahlung im Fernsehen bildete neuartige Rahmenbedingungen für die teilnehmenden Autor:innen; sie boten Goetz eine ideale Grundlage, in einem „Komplex aus Papier- und Performanzebene“ (S. 325) seinen Eintritt in den Literaturbetrieb öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen; und dies, obwohl sein Debütroman Irre erst später im Jahr veröffentlicht werden sollte. Die auf Medienwirksamkeit ausgerichtete Vermarktung von Debüts und Debütant:innen ist eine Tendenz, die sich, wie auch weitere Beiträge in diesem Teil zeigen, zunehmend beobachten lässt. Die Positionierung eines Autors/einer Autorin im Literaturbetrieb hängt stark von seiner medialen Öffentlichkeit ab. Bei Goetz’ Lesung, während der er sich mit einer Rasierklinge die Stirn aufschnitt, trat das Spektakel vor den gelesenen Text. Wie Hintze konstatiert, stellt der Autor auf fiktionaler Ebene jedoch Überlegungen zum Literaturbetrieb selbst an und beleuchtet dessen Mechanismen kritisch. |
| URI: | https://www.um.edu.mt/library/oar/handle/123456789/130125 |
| Appears in Collections: | Scholarly Works - FacArtGer |
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